Scoringrichtlinien für die Schüler- und Jugendliga des BSVBB
(Stand 07.01.2010).
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"5-Run-Rule"
In der Schüler- und Jugendliga des BSVBB gilt die Regelung, dass ein Inning in dem Moment vorzeitig endet,
in dem das Team am Schlag den fünften Run erzielt. In so einem Fall wird wie gewohnt das Ende des Innings
wie gewohnt mit einem Querstrich gekennzeichnet und zusätzlich die Anzahl der erzielten Outs notiert (linkes Beispiel,
zum Vergrößern auf das Bild klicken).
Diese 5-Run-Rule wird bei uns analog zu spielbeendenden Hits angewendet (siehe OBR 10.06 (f) und (g)). Dem Schlagmann,
durch dessen Basehit der fünfte Run erziehlt wurde, werden maximal nur so viele Bases gutgeschreiben, wie der Läufer
vorgerückt ist, der den fünften Run erziehlt.
Es gilt weiterhin, dass bei einem Inning-beendenden Homerun alle Runs inklusive des Batters zählen (rechtes Beispiel, zum
Vergrößern auf das Bild klicken). Aufgrund dieser Regelung können auch mehr als fünf Runs – maximal acht – in einem
Inning erzielt werden (vergleiche DVO 12.1.05.06).
Für die Pitcher bedeutet das, dass sie in einem Inning, welches aufgrund dieser "5-Run-Rule" vorzeitig beendet wird,
keine drei Aus erzielt und somit kein volles Inning gepitcht haben. Es zählen nur die tatsächlich erzielten Aus.
Im rechten Beispiel hat der Pitcher also nur 0.1 IP bzw 1/3 IP.
"3-Inning-Rule" und Winvergabe für Starting Pitcher (neu ab 2010)
DVO 12.1.05.05
Ein Pitcher darf nur maximal drei Innings pro Spiel pitchen. Dabei wird analog der Regelung: "Einsatz von ausländischen
Pitchern" in der BuSpO (Artikel 10.2.03 der BuSpO) verfahren.
Diese Regelung würde es unmöglich machen, als Starting Pitcher einen Win zu erhalten, da ein Spiel in der Schüler- und
Jugendliga auf sieben Innings angesetzt ist und somit mindestens 4 IP für den Starting Pitcher für einen Win nötig
wären (vergleiche Änderungsblatt Nr. 9 Punkt 11 und 14).
Um dem Starter auch in der Schüler- und Jugendliga die Möglichkeit für einen Win zu geben, wird darum bei der Winvergabe
die Regel OBR 10.17 so betrachtet, als gäbe es einen fiktiven Starting Pitcher mit 0 IP, d.h. der eigentliche Starter wird
bereits als erster Relief Pitcher angesehen.
Zusammengefasst: Es gelten alle Regeln wie im Seniorenbereich. Nur: Übernimmt eine Mannschaft die Führung während der
Starting Pitcher pitcht bzw. in dem Inning, in dem er ausgewechselt wird, während seine Mannschaft in der Offense ist,
und gibt sie diese Führung auch nicht mehr ab, dann bekommt der Pitcher dieser Mannschaft den Win, der nach Meinung des Scorers
der effektivste Pitcher war.
Bei der Bestimmung des effektivsten Pitchers soll der Scorer die Anzahl der Runs, der Earned Runs und der auf Base gelassenen
Läufer eines jeden Pitchers und die Situation des Spiels, während der Pitcher im Einsatz war, berücksichtigen. Falls mehrere
Pitcher gleich effektiv waren, sollte der Scorer dem Pitcher den Win gutschreiben, der zuerst im Einsatz war (Kommentar zu OBR 10.17 (b)).
Siehe auch OBR 10.17 (c).
Der Vorteil gegenüber der "alten" Regelung ist, dass nun auch Starter einen Win bekommen können, wenn sie keine drei Innings gepitcht
haben, z.B. aufgrund der "5-Run-Rule" (vor Erzielen von drei Aus).
Early Steal
Wird ein Läufer wegen eines Early Steals ausgegeben, so scoren wir: OBR U… (die Feldposition des Feldspielers, der das entsprechende Base verteidigt),
also kein CS. Siehe auch Kapitel 3.5.2 im Scoringbuch (Version 2009).
Spiele mit weniger als neun Spielern
In der Schüler- und Jugendliga des BSVBB kann auch mit weniger als neun Spielern gespielt werden. Es gelten hierbei die Regelungen
im Kapitel 10.2 im Scoringbuch (Version 2009).
Spielen mit Designated Hitter
Das Einsetzen eines Designated Hitters (DH) ist in der Schüler- und Jugendliga des BSVBB nicht erlaubt! Siehe Artikel 12.1.05.02 der DVO.